Fellowes AutoMax 100M, Automatischer Aktenvernichter test

Fellowes AutoMax 100M, Automatischer Aktenvernichter test

Erster Eindruck

Fellowes AutoMax 100M, Automatischer Aktenvernichter: Dieses Mal haben wir wieder einen (fast) „rundum sorglos Aktenvernichter“ – es ist der Fellowes Automax 100M und der erreicht uns gut verpackt in einem sehr stabilen Papp-Karton. Der AutoMax 100M kommt fertig aufgebaut inklusive der Bodenrollen und wir brauchten nur noch auspacken und die Verlängerung für den Autofeeder aufstecken.

Fellowes AutoMax 100M, Automatischer Aktenvernichter test

Fellowes AutoMax 100M, Automatischer Aktenvernichter test

 Obwohl man es nicht unbedingt braucht, gibt es noch eine 48 seitige, vielsprachige, gedruckte Anleitung im DIN A4 Format, wobei jeder Sprache drei Seiten gewidmet sind. Mitgeliefert werden außerdem vier Bodenrollen, die sich leicht reindrücken lassen – leider ohne Bremsen. Die Anleitung enthält neben den Sicherheitshinweisen auch Tipps zur Reinigung, Wartung (Öl-Verwendung) und Fehlerbehebung. Leider sind bei dem AutoMax 100M keine original Hersteller-Öl-Papierblätter im Lieferumfang enthalten.

Der Fellowes AutoMax 100M ist inklusive seiner Bodenrollen etwas über kniehoch (67 cm) – also bequem bedienbar, fast quadratisch (37 cm x 39 cm), rund 13 Kilo schwer, aber mit vier Bodenrollen und hat einen Autofeeder für 100 Blatt und einen 23 Liter großen Papierauffangkorb, der als Schublade ausgeformt ist. 

Von Hause aus hat der AutoMax 100M neben einer technischen Messung des Füllstandes auch ein sehr großes Sichtfenster mit einem eingearbeiteten Griff zum Öffnen.

Der Auffangkorb wird mit von Fellowes genannten „Mini-Cut“ Papierschnipseln gefüllt. Das besondere an Mini-Cut ist, dass der Schnitt feiner ist als Sicherheitsstufe P-4 (4 x 35 mm), aber auch gröber als der per DIN-Norm festgelegte P-5 (2 x 10 mm). Daher hat sich Fellowes ein „neues Format ausgedacht“ – und zwar 4 x 10 mm. Daraus resultiert, dass jede DIN A4 Seite die oben eingesteckt wird, unten als über 1500 Papierschnipsel wieder herauskommt – das P-5 Format würde sogar rund 2100 Schnipsel produzieren). Falls jemand dieses „Puzzle“ lösen möchte – das Problem sind die über 1500 „glatten Randteile“ mit nur ganz wenigen Buchstaben darauf – zur Orientierung.

Der AutoMax100M schafft mit seinem Mini-Cut (4 x 10 mm) bis zu 450 Blatt DIN A4 in seinen Auffangbehälter – in unserem Test passten sogar 480 Blatt hinein. Aber zwischenzeitig meldet sich die „Bin-Full“ LED dann geht nichts mehr – außer wenn man gerade keine Zeit hat, die Papierschnipsel zu leeren, dann kann man noch Mal beherzt den Papierberg zusammendrücken. Danach geht noch ein bisschen mehr hinein. Möchte man einen kompletten Ordner (600 Blatt) verarbeiten, geht aber kein Weg an einer zweiten Leerung vorbei.

Fellowes liefert den AutoMax 100M als schwarzen Aktenvernichter der Profi-Klasse mit 4 Bodenrollen aus Kunststoff – die Zielgruppe sieht Fellowes in Benutzern im HomeOffice oder kleine Büro mit bis zu drei Personen. Dafür fügt sich das Design des Fellowes AutoMax 100M perfekt in die vorhandene Bürolandschaft ein. Die qualitative Anmutung ist gut, der Einschub des Auffangkorbes sitzt perfekt bündig mit dem Rest des Gerätes – es entweicht kein Papierstaub. Der Fellowes AutoMax 100M sieht in der Praxis noch ein bisschen edler aus, als auf den Bildern. 

Fellowes setzt, wie viele anderen Aktenvernichter-Herstellern in dieser Preisklasse auf einen Auffangbehälter in Form einer papierstaubdichten Schublade. Diese ist beim Ausleeren deutlich einfacher zu handhaben als ein aufgesetzter Schneidkopf, den man immer wieder abheben muss, wobei dabei dann gerne kleine Schnipsel herausfallen. 

Schneidleistung

Fellowes AutoMax 100M, Automatischer Aktenvernichter test

Fellowes AutoMax 100M, Automatischer Aktenvernichter test

Die Bedienelemente sind klar und übersichtlich, aber es nur LEDs und kein Display oder ähnliches hat. Die Symbole, oder Icons für die Kontroll- oder Bedienmöglichkeiten sind 

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> An/Aus und LED für Start (blau) oder Schublade offen

[↑] Papierstau (rote LED)

Müll-Icon Auffangbehälter voll (rote LED)

Temp-Icon Überhitzungspause (rote LED)

Der AutoMax 100M besitzt ganz klassisch einen Einwurfschlitz vorne für Papier und einzelne Plastikkarten und ein Ablagefach hinten auf das 100 Blatt Papier passen. 

Zunächst zum Einwurfschlitz: bei einem 15 Minuten-Dauerbetrieb von 10 Seiten (Papierqualität 70 g/m2) pro Durchgang läuft der Fellowes AutoMax 100M durchgehend und muss dann zwischen 30-33 Minuten abkühlen, bevor er wieder einsatzbereit ist. Natürlich sinkt die Arbeitsgeschwindigkeit schnell und die Temperatur steigt fühl- und messbar, wenn man das Maximum an Papier zerschnitten haben will – hier 10 Blatt pro Durchgang – Dauer 7,5 Sekunden. Daher haben wir für unsere Testzwecke jeweils 10er Päckchen Papier abgezählt und eingefüllt. Wie jeder Aktenvernichter, beschleunigt der Fellowes AutoMax 100M auch direkt nach der Papiererkennung um genug „Schwung“ für den kommenden Papierstapel zu haben, jedoch mit moderater Lautstärke von rd. 57 dB(A). Nachdem das Papier erfasst wurde, wird der Fellowes AutoMax 100M wieder leiser (Auslauf bei ca. 61 dB(A)) bis zum Stillstand. Die moderate Lautstärke bei der Verarbeitung ähnelt mehr an ein Papierrascheln als an das durchdringende Motorgeräusch anderer Aktenvernichter. Nutzt man dagegen den Autofeed mit seinen 100 Blatt Kapazität, ist man quasi die Aufsicht über die Verarbeitung los, und kann sich wieder auf seiner eigentlichen Arbeit zuwenden

Jetzt testen wir den Autofeeder – legt man die 100 Blatt auf die Ablage, arbeitet der AutoMax 100M dauerhaft. Da der Motor dann nur einzelne Blätter zerschneiden muss, sind die Anforderungen viel geringer an die Motorleistung (als beim Betrieb über Einwurfschlitz) und so erwärmt sich der Motor kaum. Daher kann er bei so einer geringen Last den Dauerbetrieb von über 45 Minuten schaffen. Bei Einzelblattverarbeitung braucht der Autofeeder etwa 4,5 Sekunden pro Blatt und nach etwa 7,5 Minuten sind die 100 Blatt zerschnitten. Das bedeutet, dass nach 45 Minuten der erste Ordner (600 Blatt) zerschnitten ist und der AutoMax 100M ist immer noch nicht in der Überhitzungspause. Nebenbei bemerkt – der Motor hat nur wenig Nachlaufzeit (rund 1 Sekunden), die meisten andere Fellowes-Modelle brauchen gute 2 Sekunden. Das mindert den Lärm zusätzlich, wobei die Arbeitsgeräusche ja sowieso mit unter 61 dB sehr moderat ausfällt.

Wir haben den Test an dieser Stelle abgebrochen, denn die abgearbeitete Papiermenge entspricht mehr als der durchschnittliche Nutzer des Fellowes AutoMax 100M pro Tag nutzen wird. 

Unser Tipp: wer seinen Aktenvernichter langfristig braucht, der gibt ihm regelmäßig ein besonderes Futter. Hier ist die Nutzung von Ölpapier gemeint – in der Bedienungsanleitung steht, dass das jedes Mal nach dem Leeren des Auffangbehälters gemacht werden soll. Möchte man sich diese „Last“ ersparen, wird bereits nach zwei Leerungen akustisch deutlich, dass das Schneidwerk rauer läuft und auch der Fellowes auch schon etwas lauter arbeitet. Also sollte man sich doch gleich genügend Öl-Papier mitbestellen. Geht einem ausnahmsweise am Samstagabend das Öl-Papier aus und man muss noch 10 Ordner voller Altpapier zerschneiden, kann man auch auf ein Blatt Papier ein riesiges W mit Nähmaschinen-Öl, oder Balistol zeichnen und danach das Blatt in den Aktenvernichter geben. Das aber nur im Notfall ;o)

Was uns gut gefallen hat

Fellowes AutoMax 100M

Fellowes AutoMax 100M, Automatischer Aktenvernichter test

(+) im Betrieb sehr leise (unter 61 db); man kann neben dem Gerät noch telefonieren
(+) kraftvolles Schneidwerk, schafft auch Heft- und Büroklammern
(+) zuverlässiger Schutz gegen zu viel Papier: das Gerät stoppt und schiebt die „angeschnittenen“ Blätter wieder nach oben. 

(+) herausziehbare Schublade (mit großem Füllstandsfenster). 

(+) dünner (Fellowes-Spezial-) Plastik-Müllbeutel lässt sich einsetzen

(+) vernichtet Kreditkarten, so fein wie Papier
(+) Auffangschublade staubdicht 

(+) Energy-Sparfunktion nach 2 Minuten (0,01 Watt)

Was uns nicht gefallen hat

(-) zerschnittene Plastikkarten landen in den Papierresten. Separater Behälter wäre gut 

(-) kein integrierter Schredder für CD/DVDs 

Fazit

Die Zielgruppe für den Fellowes AutoMax 100M (aus der Silentshred-Klasse) ist das Home-Office oder kleine Büro mit bis zu drei Personen. Das Ganze in Arbeitslast für den Fellowes übersetzt, ergibt ein Papiervolumen von rund 250 Blatt am Tag oder 10 Kreditkarten. 

Der Fellowes AutoMax 100M liefert sowohl sehr gute Schneidleistungen mit dem Einwurfschlitz (10 Blatt pro Durchgang und das Ganze für 15 Minuten – ergibt eine vernichtete Blattmenge von rund 1800), zusätzlich bringt der Autofeeder den Komfort, dass man nicht mehr neben dem Gerät stehen muss um Papier nachzufüllen. Der Autofeeder läuft auch über 45 Minuten ohne Pause und kann in der Zeit 600 Blatt verarbeiten. Da kann auch schon Mal den einen oder andere Ordner entsorgen. Zudem ist der AutoMax 100M dabei noch flüsterleise.  

Die Kapazität des Auffangbehälters steht der Schneidleistung leider etwas nach (nur 23 L oder 450 Blatt), aber dann bräuchte der Fellowes AutoMax 100M ein deutlich größeres Gehäuse und wäre deutlich unhandlicher. 

Zusammenfassend können wir sagen, dass der Fellowes AutoMax ohne Einschränkungen empfehlenswert ist.  

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