Fellowes Aktenvernichter Powershred 36C test

Fellowes Aktenvernichter Powershred 36C test

Erster Eindruck:

Fellowes Aktenvernichter Powershred 36C: Der kleinste Fellowe Powershred – der 36C, kommt, wie alle Fellowes bisher – in einem sehr stabil verpackten Karton. Die zwei Teile lassen sich schnell und passgenau zusammenstecken. Zudem gibt es ein 53-seitiges, vielsprachiges „Handbuch“ – deutsch auf Seite 8 & 9).  Der Motor wird auf den Korb gesteckt – fertig. Die Gebrauchsanleitung enthält Sicherheitshinweise als auch Tipps zur Wartung und Fehlerbehebung. Leider fehlt in dieser Preisklasse auch ein erstes Fläschchen Öl zum regelmäßigen Schmieren des Papiereinzuges. Fellowes Aktenvernichter Powershred 36C test

Der Fellowes 36C ist etwas höher als ein Blatt Papier (33 cm), 3 Kilo schwer und hat einen 12 Liter großen Auffangbehälter – wobei zum Leeren immer der Schneidmotor abgenommen werden muss – beim Abheben fallen auch gerne ein paar Schnipsel heraus. Auch fehlt uns ein Sichtfenster um die Höhe der Papierschnipsel einschätzen zu können. Gut fanden wir den eingearbeiteten Griff zum Öffnen – Gerätmaße: 20 x 34 x 30 cm. Der Auffangkorb wird durch ein Cross-Cut-Verfahren mit Papierschnipseln (Größe: 4 x 40 mm) gefüllt, wobei aus einem DIN-A4-Blatt über 420 Schnipsel geschnitten werden. Falls jemand dieses „Puzzle“ lösen möchte – das Problem sind die über 420 gleichmäßig „glatten Randteile“. Zudem ist der Auffangkorb nur für’s HomeOffice geeignet – bei unserem Test passten leider nur 60 zerschnittene Blätter hinein – drückt man die Reste zusammen, passen sogar knapp 80 Blatt hinein. Mit der Gefahr, dass die Papierschnipsel wieder von unten ins Schneidwerk zurückgedrückt werden.

Das schwarze Design des Fellowes Powershred 36C fällt in einem Arbeitszimmer nicht weiter auf. Die Qualität ist gut und der Fellowes 36C sieht in der Praxis sogar edler aus, als auf den Produktbildern. 

Test und Schneidleistung:

Fellowes Aktenvernichter Powershred 36C test

Fellowes Aktenvernichter Powershred 36C test

Die Bedienung beschränkt sich auf das Wesentliche – es gibt kein Display oder ähnliches. Es dominiert der große Schiebschalter mit O (Aus), I (Automatik) und R (Rückwärts). Zudem kann man die Funktion des Fellowes Powershred 36C blockieren, indem man über einen kleinen Sperr-Schieber (mit Schloss-Symbol) bedient. 

Bei einem Dauerbetrieb von 6 Seiten (Papierqualität 70 g/m2) pro Durchgang läuft der Aktenvernichter handgestoppte 2 Minuten am Stück um dann 18-19 Minuten abzukühlen. Dann ist er wieder einsatzbereit. Aber – bei 6 Blatt pro Durchgang – sinkt die Durchlaufgeschwindigkeit und gleichzeitig steigt die Temperatur fühl- und messbar. 

Daher haben wir für unsere Testzwecke jeweils 3er Päckchen Papier abgezählt und eingefüllt. Ein Einzelblatt ist in 8 Sekunden zerschnitten – ein 6er-Stapel in rund 11 Sekunden.  Bleibt man bei 3 Blatt-Päckchen, kann man 3 Minuten Dauerbetrieb schaffen. Für die Verarbeitung von ganzen Aktenordnern (600 Blatt), ist der 36C auch nicht ausgelegt der Hersteller empfiehlt hier nur 30 Blatt am Tag oder 5 Kreditkarten zu zerschneiden. Zudem fasst der Auffangbehälter des Powershred 36C nur rund 60-70 Seiten an Papierresten – zu wenig für ein Büro. Man wäre sehr oft mit Ausleeren geschäftigt.

Der Motor hat nur wenig Nachlaufzeit (rund 1 Sekunden nach dem das Papierende), die meisten andere Fellowes-Modelle brauchen 2-3 Sekunden. Der Verarbeitungslärm ist für diese Geräteklasse „normal“ (70 dB im Leerlauf und 74 dB „bei der Arbeit“).

Wie jeder Aktenvernichter in dieser Leistungsklasse, beschleunigt der Fellowes Powershred 36C direkt nach der Papiererkennung um genug „Schwung“ für den kommenden Papierstapel zu haben – bei Papierkontakt dann mit 74 dB(A). Unser Tipp: nach einer Leerung braucht der Fellowes 36C ein besonderes Futter. Nämlich den Durchlauf eines Ölpapiers für Schredder. In der Bedienungsanleitung steht, dass das jedes Mal nach dem Leeren des Auffangbehälters gemacht werden soll. „Spart“ man sich das, wird schon nach zwei weiteren Behälterleerungen hörbar, dass das Schneidwerk rauer und lauter arbeitet. Wir empfehlen, gleich das Öl-Papier mitzubestellen. In der größten Not, kann man auch auf ein beliebiges Blatt Papier ein riesiges W mit Nähmaschinen-Öl, oder Balistol zeichnen und dann dieses Blatt in den Aktenvernichter geben. Das aber nur im Notfall ;o) .

Was uns gut gefallen hat:

Fellowes Aktenvernichter Powershred 36C test

Fellowes Aktenvernichter Powershred 36C test

(+) im Betrieb moderate Lautstärke für diese Geräteklasse (70-74 dB)
(+) Schneidwerk, schafft Kreditkarten, Heft- und kleine Büroklammern
(+) zuverlässiges „Schloss“ als Kindersicherung

Was uns nicht gefallen hat:

(-) automatische Abschaltung bei Hautkontakt ist nicht (mehr) eingebaut

(-) nur kleiner Auffangbehälter für 60-7ß Blatt Papier

(-) zerschnittene Plastikkarten landen in den Papierresten. Separater Behälter wäre gut 

(-) fehlendes Sichtfenster im Auffangbehälter (Füllstand nicht sichtbar).

(-) Kunststoffmaterial des Auffangbehälters ist sehr dünn

(-) kein integrierter Schredder für CD/DVDs 

Fazit:

Die Zielgruppe für den Powershred 36C ist ausschließlich die Home-Office-Nutzung mit geringer Verarbeitungsleistung von 30 Blatt oder 5 Kreditkarten. Das Fellowes Powershred liefert dann mittlere Schneidleistungen, wenn man 3 Blatt pro Durchgang als Maximum sieht. Dauerarbeitsphase mit 6 Blättern führen schnell zu einer Abkühlphase von knapp unter 20 Minuten. Die Kapazität des Auffangbehälters entspricht der Schneidleistung, das bedeutet, dass der Hersteller alle 2 Tage eine Leerung des Auffangbehälters vorsieht (12 Liter = ca. 65 Blatt). 

Das Fellowes 36C ist somit mit Einschränkungen für’s HomeOffice geeignet, wenn man wenig, aber dafür mit hoher Sicherheit vernichten muss oder möchte. 

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Fellowes Aktenvernichter Powershred 36C
39 €

 

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