Fellowes Powershred 60CS Aktenvernichter test 2020

Fellowes Powershred 60CS Aktenvernichter test 2020

Erster Eindruck: 

Der Fellowes Powershred 60CS kam in 2 Teilen sicher verpackt zu uns. Oben der schwere Schneidkopf mit  der gesamten Elektronik und Mechanik und unten der 22 Liter Auffangbehälter (ausreichend für rund 300  Blatt Papierschnipsel und mit transparentem Füllstandfenster). Ästhetisch ist er angenehm und sieht gut aus, fast elegant, auch nachdem wir es ein paar Tage getestet hatten, konnten wir feststellen, dass er sehr zügig  arbeitet. Der Hersteller hat dieses Gerät vor allem für den privaten Einsatz/im Home-Office vorgesehen.  Kleine Büros (bis ca. 5 Mitarbeiter) sollten aber auch gut mit ihm zurechtkommen.  

Schredderleistung im Test:

Als erstes fällt das Arbeitsgeräsch auf, das entspricht (leider) dem Lautstärke-Standard in dieser  Preisklasse (69dB). Die Blätter werden auf 4×40 mm kleine Schnipsel reduziert (P-4 Sicherheitsstandard) –  absolut ausreichend für die Privatsphäre. Der eingebaute Sicherheitssensor (Safe-Sense), stoppt den Motor  zuverlässig, falls Finger zu nah an den Schlitz kommen. Der Fellowes Powershred 60CS besitzt einen  Netzschalter, je eine LED-Anzeige für Ein/Aus, Überhitzung und wenn Safe-sense Annäherung erkannt  wurde. Der Wahlhebel läßt Start, Stopp und Rücklauf zu. 

Will man die 30 Minuten Abkühlprozess möglichst lange hinauszögern, darf der Fellowes Powershred  60CS nicht dauerhaft mit mehr als 8 Blatt belastet werden, denn je mehr Leistung desto mehr Wärme, desto  schneller kommt das Ende der rd. 6 Minuten Dauerleistung. Neben Papierhaben wir auch andere Produkte probiert. Der Powershred schafft auch Büro- und Papierklammern (zusammen mit dem Papier), sowie  Kredit-/Plastikkarten, CDs/DVDs, einlaminiertes Papier und dünne Pappe. 

Viele Nutzer erwarten, dass die angegebene maximale Blatt-Schneidekapaziät eine Art Dauerleistung ist.  Der Hersteller veröffentlicht diese Zahl aber um anzuzeigen, dass es eine Maximal-Leistung ist, die nur in  Ausnahmefällen erfüllt werden kann (zusätzlich ist die maximale Empfohlene Papiermenge bei 100 Blatt  und 5 Kreditkarten). Betrachtet man seine Arbeitsweise beim shreddern, gibt es nach unserer Erfahrung zwei Scenarios: 

-“Normalerweise“ steht der Aktenvernichter im täglichen Betrieb im Dauer-Standby und wenn man  gelegentlich Papier gefunden hat, das „weg kann“ wirft man es ohne einfach in den Shredder. Der jault dann  aus dem Tiefschlaf kurz auf um auf Betriebsgeschwindigkeit zu kommen und zerkleinert den Papierstapeln.  Danach wieder Dauer-Standby. Das andere Szenario sind  

-gelegentliche „Ausmist-Aktionen“ wo Papierberge in Ordnergröße anfallen (Ordnerinhalte – 50mm breit bis  zu 350 Blatt, „Normale“ Breite (80mm) ca. 600 Blatt). Hierbei muss man vor allem auf die Dicke des  Papierstapels achten, da es sonst öfter zu Papierstaus kommen kann. Die Dauernutzung macht dann eine  Menge von dauerhaft 8 Blatt empfehlenswert. Dabei arbeitet der Powershred 60CS noch zügig und „man  kommt voran“ mit seinem Papierberg. 

Fellowes Powershred 60Cs Partikelschnitt Aktenvernichter


Fellowes Powershred 60Cs Partikelschnitt Aktenvernichter

Was uns positiv auffällt: 

+ Ein zügiges Arbeiten ohne große Pause war bei unseren Tests bei 5-6 Blättern gleichzeitig. Das entspricht  nach unserer Erfahrung einer üblichen Menge die ein oder mehrfach täglich anfällt. Daher ist der Fellowes  60CS gut für den Büroalltag gerüstet. 

+ Automatikbetrieb nach 2 Minuten schaltet er sich in den Standby 

+ SafeSense stoppt, sobald Finger den Papierspalt berühren. 

+ 22 L Kapazität (ca. 300 Blatt) des Auffangbehälters reicht im „Normalbetrieb“ für mehrere Wochen  + Lässt sich auch physisch per Netzschalter ausschalten – kein Dauer-Standby.

 

Was uns negativ auffällt:

-Nutzt man dagegen mehr als 5-6 Seiten gleichzeitig, wird der Powershred 60CS mit jedem zusätzlichen  Blatt langsamer und man hört, dass das Aktenvernichter immer schwerer arbeiten muß. Versucht man  dauerhaft die 10 Blatt zu verarbeiten, kommt es bereits bei leichtem Verkanten des 10-Blatt- Papierstapels  zu Papierstau, der dann per Rücklauf behoben werden muß. 

– Arbeitsgeräusch entspricht der Lautstärke einer Unterhaltung, nur drehen alle Aktenvernichter bei  Papierkontakt kurz hoch um die nötige Verarbeitungsgeschwindigkeit zu bekommen. Das macht das  Geräusch so unangenehm und auffällig im Büro (das Prinzip haben alle Aktenvernichter, außer REXEL) 

Die Nachlaufzeit nachdem die Blätter verarbeitet sind ist etwas kurz. 2 sec länger ist optimal. Wir haben es  nicht geschafft dauerhaft nachzulegen damit der Fellowes 60CS „durchläuft“. Kurz bevor die nächsten  Blätter kommen hält er an um gleich wider hochzulaufen. 

– Im Sichtfenster (Rauchglasfarben) sieht man nur die letzten rd. 20% des Füllstandes. Falls man 

Papierschnipsel sieht, muß man auch schon für die Leerung unterbrechen, damit sich neues  Schnittput nicht in den Messern festsetzt. Ein tieferes Fenster wäre gut. Tipp: Den Schneidkopf kurz anheben und beherzt den „fluffigen“ Papierstapel herunterdrücken Das bringt beim ersten mal rund  50 Blatt mehr Kapazität. 

-Die „Stop“-Position (Schiebeschalter mit „An – Stop – Rückwärts“) in der Mitte zu treffen, ist gar nicht so  leicht, weil man auch schnell wieder in den Rückwärtsgang rutschen kann. Ein Kippschalter, wie der Power Knopf, wäre besser. 

-Zum Leeren muß der schwere Schneidkopf abgehoben werden. Leider gibt es nur auf einer Seite eine  Einkerbung zum Anheben und es fallen gerne Schnipsel aus dem Schneidkopf auf den Boden. 

Fellowes Powershred 60Cs Partikelschnitt Aktenvernichter


Fellowes Powershred 60Cs Partikelschnitt Aktenvernichter

Fazit:

Der Hersteller wirbt mit einer technisch maximalen Verarbeitungsmenge, nur darf man nicht  erwarten, das diese Papiermenge im Dauerbetrieb verarbeitet werden kann. Die Papiererkennung  funktioniert gut und springt automatisch an, wenn man ihn mit Papier füttert. Es sollten im Idealfall  nicht mehr als 5-6 Blätter gleichzeitig sein. Falls es mehr Papier wird, fängt er deutlich hörbar an  „zu kämpfen“ und droht nach schnell zu überhitzen. Lieber weniger Papier auf einmal und dafür  öfter füttern, und er dankt es einem mit braver konstanter Leistung ohne Zwangspause. 

Die automatische Abschaltung bei Handkontakt funktioniert zuverlässig und ist sicher vor allem  dann Gold wert, wenn entdeckungsfreudige Kinder im Haushalt sind, die gerne alles ausprobieren.  Der Spalt ist zwar schon äußerst schmal, da sollte kein (kleiner) Finger hineinpassen, aber sicher ist  sicher. Wer weiß auf welche Ideen die „kleinen Racker“ noch so kommen ;o) Ein Tipp noch, am besten spannt man eine dünne Mülltüte ein, dann muss man nicht ständig den  Auffangbehälter vom feinen Papierstaub reinigen. Und regelmäßiges Ölen verhindert, das der  Fellowes Powershred 60CS mit der Zeit langsamer und noch lauter wird. Für den täglichen Bürobetrieb im privaten Umfeld oder im kleinen Büro ist der Fellowes  

Fellowes Powershred 60CS document shredder

Powershred 60CS uneingeschränkt zu empfehlen. „Ausmist-Aktionen“ sollte man auf 1-2 Ordner  pro Tag begrenzen (incl. Papier in Stapeln abzählen und Abkühlpausen), oder auf mehrere Tage  verteilen. Denn laut Hersteller sind 100 Blatt und 5 Plastikkarten/CDs/DVDs als tägliche Last  vorgesehen. Man kann dann bei „Mehrarbeit“ auch leider keine Wunderdinge erwarten.

Technische Daten:

Marke /
Hersteller
Fellowes
Modell Powershred 60CS
Im Angebot /
verfügbar bei
siehe Preisvergleich
Aktueller Preis ca. 99 Euro
Marke Fellowes
Modellnummer Powershred® 60CS
Artikelgewicht 6 Kg
Produktabmessungen 37,1 x 23,3 x 40,7 cm
Farbe Schwarz
Kundenrezensionen 4.3/5 Sternen
(1 Bewertung)

Maße (HxBxT) :

407 x 371 x 233 mm

Gewicht :

6 kg

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