Peach PS600-85 Aktenvernichter test

Erster Eindruck:

Elegantes abgerundetes Design in schwarz mit beige-abgesetzten Tasten fügt sich nahtlos in die Bürolandschaft ein. Minimale „Ausstattung“ mit 3 Knopf-Bedienung (An/Aus-AUTOmatik, Vor- und Rücklauf)Er arbeitetrelativ dezent mit in der Spitze nur 64 dB (alle Aktenvernichter „beschleunigen“ bauartbedingt die Schneidemesserblock und werden etwas leiser (62 dB), wenn das Papier eingefüllt wird). Kleiner Ein-/Aus-Schalter auf der Rückseite. Direkt positiv fällt auf, dass man den 23-Liter Auffangbehälter zum Leeren aus dem Gerät ziehen kann – wie eine Schublade. Die rund 450 Blatt fassende Schublade geht ohne hakeln auf und zu. In den Auffangbehälter fällt alles sauber hinein, nichts geht daneben. Ebenfallscharakteristisch ist das riesige, etwa DIN A4 große Sichtfenster auf – man kann bis auf den Boden des Auffangbehälters schauen und sieht „drohende Unterbrechungen“ frühzeitig. Eine 18 seitigeBedienungsanleitung lag bei, von der 2 Seiten deutsch sind (1 Seite allein mit Warnungen).Die hohe Sicherheitsstufe ist für diesen Preis ungewöhnlich. Andere Geräte in der P-5 Sicherheitsausstattung (jedes DIN A4 Blatt wird in über 2000 Partikel der Größe 2×15 mm zerlegt)kosten bei der Verarbeitungsleistung ein Vielfaches des Peach PS600-85 – oder bei gleichem Preisniveau – leisten weniger (sind dafür aber teilweise auch leiser).

Peach PS600-85 Aktenvernichter testSchneidleistung:

Der 23 Liter fassende Auffangkorb ist bei ständiger Zuführung von 10 (80gr./qm), bzw. 12 Blatt (70 gr./qm) Papier nach rund 10 Minuten voll und rund 450 Seiten Papier verarbeitet, weil das Gerät sehr schnell zerkleinert. Selten läuft der eingebaute Lüfter an, die Unterbrechung zum leerendes Auffangbehälters genügt zum Abkühlen – ohne Pause geht es mit Sicherheitsstufe P-5 weiter (DIN 66399).

Nach ca. 30 Min schaltete das Gerät ab, da waren 1580 Seiten verarbeitet – aber auch nur für 10 Minuten (Abkühlphase) – danach ging es direkt weiter. Die kurze Abkühlphase ist in erster Linie dem eingebauten Das heißt die Herstellerangaben werden locker eingehalten („hält was er verspricht“) – im Zuge dieses „Härtetests“ haben wir 3 Ordner mit über 500 Blatt verarbeiten können.

Die Verarbeitung dieser Papiermengen wird eher durch die Kapazität des Auffangbehälters begrenztals durch die Kapazität des Peach PS600-85. Füllt man den Peach Aktenvernichter nun mit der maximal vorgesehenen Papiermenge pro Durchgang merkt man schnell, dass das Gerät deutlich langsamer wird – und sich auch messbar schneller erwärmt. Bleibt man dagegen 2 Blatt unter dieser Maimalkapazitätpro Durchgang kann man schneller arbeiten und spart sich die Abkühlpausen. Die besten Resultate haben wir mit abgezählten 10- Blatt-Päckchen (70 gr/qm-Papierqualität) gemacht. Bis man den nächsten 10-Blätter-Stapel abgezählt und bereit hatte, waren die zuletzt eingefüllten Blätter schon verarbeitet. Die Strategie beim täglichen Arbeiten muss also lauten – Papiermenge grob abschätzen und hinein in den Peach PS600-85. Was zu viel ist, wird sowieso verweigert und automatisch wieder ausgeworfen. Wir kennen auch niemanden (außer jetzt für den „Härtetest“) der seine Papiere vorher alle abzählt um sie danach zu vernichten.

Was uns gut gefallen hat:

+ auch für Entsorgung von ordnerweise Unterlagen geeignet ist (Ordnerfüllung = 550 Blatt)

+ großer Auffangkorb (23 Liter, oder rund 450 Seiten)

+ relativleises Betriebsgeräuschmit 64 dB (in der Spitze, danach 62 dB)

+ schnelle Verarbeitung (1,6m / min.– das sind über 5 Blätter/Papier-Stapel pro Minute)

+ schafft auch Kreditkarten und Tacker- und Briefklammern

+ geringe Staubentwicklung trotz der hohen Sicherheitsstufe, das heißt der Peach PS600-85 ist gut gekapselt, was man auch an der Verarbeitungslautstärke bemerkt.

Was uns nicht gut gefallen hat:

– Kreditkartenreste landen leider auch im Papiermüll, wir haben eine Plastik-Brotdose untergestellt

Bitte nicht vergessen:

Aufgrund des hohen Sicherheitsstandards von P-5 braucht auch der Peach PS600-85 etwas (mehr)an Pflege. Die vom Hersteller empfohlenen Ölblätter helfen, dass das Gerät auch lange gut arbeitet. Solche Ölblätter sind nicht teuer, verlängern die Lebensdauer der Messer aber deutlich.Der Hersteller empfiehlt in der Bedienungsanleitung sein eigenes Öl- bzw. sein eigenes Ölpapier, wobei keine genauen Angaben vermerkt sind („gelegentlich“), wann die Pflege zu erfolgen hat. Wir haben im Laufe unserer Tests die besten Erfahrungen gemacht – nach jeder Leerungdes Auffangkorbes einfach einmal Ölpapier in die Schneideöffnung einsetzen und den Aktenvernichter etwa 10 Sekunden lang im „FWD-Modus“ laufen lassen. Alternativ kann man auch mit dem empfohlene Öl ein großes W auf ein Blatt Papier träufeln und dann durch den Peach PS600-85 oder jeden anderen Aktenvernichter laufen zu lassen.

Fazit:

Die Angaben des Herstellers werden locker eingehalten. Ein perfektes Gerät für große (tägliche) Mengen an Papier, wobei der hohe Sicherheitsstandard von P-5 (DIN 66399: P-5) auch für Arzt- oder Rechtsanwaltsbüros ausreichend sind. Vor diesem Hintergrund ist der Peach PS600-85 der Preis-/Leistungssieger im Segment „Hoher Sicherheitsstandard“.

Sogar ein Dauerbetrieb und „Ausmistaktionen“ mit vielen Ordnern ist problemlos möglich. Im Dauerbetrieb bekommt der PeachPS600-85 aufgrund der Kapazität des Auffangbehälters immer wieder kleine Pausen, in denen der Lüfter (dezent) anläuft. Dadurch hält der Aktenvernichter erstaunlich sehr lange durch – auf alle Fälle lange genug bis man den nächsten Ordnergeholt und geöffnet hat :o)

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8 Testergebnis
Gut!

overall
8.0
Nutzerwertung: 4 (1 votes)