Rexel REM820 Aktenvernichter test

Rexel REM820 Aktenvernichter test

Erster Eindruck:

Der Rexel REM820 ist ein schlanker (Maße (rd.): 36 x 47 x 59 cm), eleganter, schwarzer Aktenvernichter mit gut 11 Kg Gewicht, der sich mit 4 hakeligen, weil schlechten Bodenrollen bewegen lässt. Zudem hat er ein großes, frontales Sichtfenster, um die mit Sicherheitsstufe P-5 zerschnittenen Papierschnipsel zu sehen – wobei etwas mehr als 2100 Schnipsel pro DIN A4 Seite in den 21 Liter großen, ausziehbaren Auffangbehälter fallen. Da der Rexel REM820 ein Gerät der gehobenen Preiskategorie von 150-200 € ist, gibt es sehr zuverlässige Automatikfunktionen:

Start-/Stopp-Sensor-Automatik mit Überhitzungsschutz, LEDs für On, Überhitzung und Papierstau, sowie Pfeiltasten mit Vor- und Rückwärtslauf, sowie separatem On/Off Knopf auf der Seite. Der Hersteller erlaubt diverse Papiere, alle Klammern und Kreditkarten, sowie CDs/DVDs „als Futter“. Diese werden in 2 x 15 mm große Schnipsel verarbeitet – dies entspricht Sicherheitsstufe P5 (nach DSGVO von 2018 bzw. DIN 66399-2). Die Schneidleistung ist sehr gut, so dass auch Kreditkarten, CDs/DVDs vollständig vernichtet werden können (incl. Auffangbehälter). Beim Kreditkarten-Chip muss man aufpassen, dass dieser auch zerschnitten wird, denn die CDs/DVDs werden nur in 3 Teile zerschnitten, was für deren Datensicherheit ausreicht. Zudem sind laut Hersteller, auch alle vorhandenen Heft- und/oder Büroklammern erlaubt und müssen nicht entfernt werden.

Wir konnten die Papierstau-Automatik nur einmal überlisten, indem wir ein Blatt gefaltet hatten. Die Papiermenge wurde dann erst nach dem Einzug „zu viel“. Egal – über die Rückwärtslauf- Pfeiltaste konnten wir das feststeckende Blatt zuverlässig wieder auswerfen. Problemtisch sind also nur verkantete Papiere, die sich im Einwurfschlitz auffalten. Sonst konnten wir keine Papierstaus provozieren. Wenn wir zu viele Blätter eingelegt hatten, hat der Rexel REM 820 das korrekt erkannt und die Mitarbeit zuverlässig verweigert

Der Auto-Stopp-Sensor funktioniert sowohl bei Entfernung des Papierkorbs, als auch bei Papierstau und bei vollem Papierkorb.

Rexel REM820 Aktenvernichter | Schneidleistung im Test:

Rexel REM820 Aktenvernichter test

Rexel REM820 Aktenvernichter test

Das Gerät bleibt in jeder Leistungsart leise (rund 58 dB im Leerlauf – bei Papierkontakt 63 dB) und wird nie lauter als ein „normales“ Bürogespräch. Man hört den 280 Watt-Motor des Rexel Aktenvernichters nicht aus den umgebenden Büro-Gerätschaften heraus – ganz im Gegensatz zu den viele preisgünstigen Geräten, die beim Start gerne „losjaulen“. Dies liegt in der Regel an einem zu schwachen Elektromotor. Um diesen Mangel zu überwinden, müssen „die Billigheimer“ mit Schwung arbeiten um mit genügend Drehzahl dann den Papierstapel anzugehen.

Ähnlich wie bei Autos, wo kleine Motoren mit hohen Drehzahlen arbeiten, um größere Kraft zu entwickeln. Wegen des Lärms müssen diese Geräte dann in einem Extra/Kopierraum untergebracht werden. Der Rexel REM 820 kann einfach unter dem Nachbar-Schreibtisch stehen und schneidet ohne zu stören.

Je mehr Blätter wir im Test genommen haben, umso mehr hört man, dass der Motor ordentlich zu tun hat – er schafft die 8, bzw. 9 Blätter aber ohne Probleme. Das heißt der Rexel REM 820 verliert nicht an Leistung auch wenn es mal ein Blatt Papier mehr werden sollte. Bei 9 Blatt (in der 70 g./qm Qualität) ist aber die Leistungsgrenze hörbar erreicht. Bei dieser Arbeit werden aus jedem DIN A4-Blatt über 2100 Papierschnipsel geschnitten. 

Wir konnten die Arbeitsdauer bis zur Abkühlphase verlängern, indem wir statt der maximal 8 Blatt Papierstapel nur mit 4 bis 5 Blatt pro Durchgang gebildet haben. Dadurch lässt sich die Dauerbelastung des Gerätes zwischen 20 bis 24 Minuten ausdehnen. Nur für den Fall, dass man mal einen ganzen Aktenordner auf einmal zerschneiden muss – randvoll sind das dann schon mal 600 Blatt.

Der sehr große Papierbehälter (21 Liter) bietet genügend Platz. Wenn man die Papierschnipsel nicht mehr fallen sieht, wird es Zeit den Behälter zu leeren, ansonst fallen sie gerne zwischen Behälter und Wand. Unser Tipp: Möchte man nicht so häufig die Papierschnipsel ausleeren, empfiehlt es sich Konfettis, sobald man sie nicht mehr im Schauglas fallen sieht, beherzt herunterzudrücken. Dadurch gewinnt man nochmals Platz für 50-80 weitere Papierschnipsel-Seiten.

Zusätzlich sollte man nach jeder Leerung kurz mit einem feuchten Lappen den Papierstaub entfernen – da die Papierschnipsel sehr fein sind und das Gehäuse leider nicht dicht genug ist.

Kreditkarten sind laut Hersteller Rexel erlaubt und werden mit derselben Präzision wie Papier zerschnitten. Die Schneidmesser sind speziell gehärtet und halten das aus. Man kann die Kreditkarten auch in den Schlitz für CDs/DVDs packen, aber dann wird der Kreditkarten-Chip nicht zuverlässig zerschnitten – aus den CDs werden auch nur 3 Stücke geschnitten. Werden die Kreditkarten in den Papierschlitz gesteckt, muss man dafür sorgen, dass diese nicht ins Papier fallen. Eine Brotdose hat uns beim Testen da gute Dienste geleistet, zumal Kreditkarten nicht sehr häufig im Büro „anfallen“.

So kann man die Plastik-Teilchen separat auffangen, oder man muss vorher den Auffangkorb entleeren. Dabei – Vorsicht vor Windböen sag ich aus Erfahrung – die feinen Papierreste lassen sich nur schwer vom Straßenboden aufheben. Unsere Test-Kreditkarten wurde zuverlässig in 2 x 15 mm Streifchen zerschnitten – inklusive Chip. 

Nach Arbeitsende und nach der Ausleerung: das Blatt Ölpapier als letzten Arbeitsschritt durchlaufen lassen – und gelegentlich den Rexel REM 820 mit einem feuchten Lappen abwischen – fertig. Das Problem mit dem Papierstaub haben aber die meisten Aktenvernichter die so fein schneiden.

Was uns beim Test gefallen hat: 

(+) Leise (58 dB Leerlauf – 63 dB).

(+) Sehr gute Schnittleistung von 8 Blatt (80 g/qm) bis 9 Blatt (70 g/qm) bei P-5.

(+) CDs/DVDs/Kreditkarten mit eigenem Auffangbehälter.

Was uns beim Testen weniger gefallen hat:

(-) Kreditkarten-Chip wird im CD-Schlitz nicht zuverlässig zerschnitten.

(-) Nur beleuchtete Symbole, keine LCD-Anzeige.

Rexel REM820 Aktenvernichter test

Rexel REM820 Aktenvernichter test

(-) Auffangkorb nicht ganz staubdicht – gelegentlich fallen Schnipsel zwischen Behälter und Wand.

Rexel REM820 Aktenvernichter | Fazit:

Der Rexel REM820 bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis in der Klasse der Aktenvernichter mit Sicherheitsstufe P-5 (Mikroschnitt). Der vom Hersteller beworbene Zeitraum von 10 Minuten Dauerlast ist realistisch angesetzt. Danach muss der Rexel REM 820 eine Zwangspause von 28 Minuten einlegen, um wieder abzukühlen. Reduziert man die Papiere von 8 Blatt auf 4-5 pro Durchgang, kommt man bis zur Abkühlpause auf 20 bis 24 Minuten Dauerbelastung

Als kleine notwendige Verbesserung für den Hersteller – eine automatische Füllstandsanzeige oder Warnlampe für die nächste Leerung („Behälter voll“) wäre nett gewesen und hätte den Rexel REM820 perfektioniert. Ansonsten ist der Aktenvernichter in vollem Umfang empfehlenswert fürs HomeOffice oder kleines Büro.

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