CAMRY CR1033 Papier Karten Aktenvernichter schwarz test

CAMRY CR1033 Papier Karten Aktenvernichter schwarz test

Erster Eindruck

CAMRY CR1033 Papier Karten Aktenvernichter schwarz test

CAMRY CR1033 Papier Karten Aktenvernichter schwarz test

Es gibt Tage da bekommen wir Geräte zum Testen wie den CAMRY CR1033, die bisher vor allem in Frankreich und Italien verkauft wurden – dann also jetzt auch in Deutschland. Bei der Entnahme (3 Teile) aus dem Versandkarton fällt uns als erstes auf, der CAMRY CR1033 ist unauffällig schwarz aber wirklich winzig und leicht (nur 1,85 kg). Der CR1033 ist in etwas so hoch wie ein DINA4-Blatt und auch etwa so breit – mit einer Tiefe von 10 cm und einem 7 Liter Auffangbehälter, passt der CR1033 auch in jedes größere Regalfach.  

Ein stabile Schiebeschalter regelt die einfachsten Grundfunktionen: AUTO mit Start-/Stopp-Funktion, REV(Rücklauf), sowie OFF(Aus). Der Auffangbehälter hat kein Sichtfenster oder gar Füllstands-Sensor, sondern man muss den Füllstand erraten. Der CAMRY CR1033 lässt sich leeren, indem man den Schneidmotor anhebt, um die 7mm breiten Streifen zu entnehmen. Die extra Klappe für CD/DVD/Kreditkarten zerschneidet alles in 2 (zwei) Teile, naja – aber es gibt ein extra Fach für die Plastikreste. Büroklammer und Tackernadeln müssen laut Hersteller (Adler Group) entfernt werden – gut, dass auf der Verpackung das Qualitätswort „Premium“ steht. 

Über REV (Rückwärtslauf) lässt sich das eingezogene Papiermaterial in den meisten Fällen wieder nach oben ausführen. Beim Test ist es uns in 5 von 7 Fällen gelungen, doch dazu später mehr. 

Der Schneidmotor des CAMRY CR1033 sitzt bündig auf den Auffangbehälter und zerschneidet maximal 5 Blatt Papier (80 g/m2) pro Durchgang, aber nur für knapp über 2 Minuten Dauerlast – dann sind handgestoppte 55-58 Minuten Abkühlpause nötig. Der Motor schaltet bei Überhitzung ab, das ist praktisch, aber auch mittlerweile Standard bei allen elektrischen Geräten. Die 52seitige, lieblos im „breit-Blocksatz“ gedruckte Bedienungsanleitung hat ihren eigenen Übersetzungs-„Charme“. Dort steht zum Beispiel (unter 13. & 14.) folgendes, wörtlich in den Sicherheitshinweise:

13: Wenn der Wasserkocher überfüllt ist, kann kochend heißes Wasser aus ihm spritzen.

14: WARNHINWEIS: Wenn das Wasser kocht, darf der Deckel nicht geöffnet werden.“

Schneidleistung

Laut Hersteller Adler Group und der 52-seitigen, 26sprachigen Anleitung (2 Seiten auf Deutsch), soll man bis zu 5 Blätter auf einmal verarbeiten können. Wir haben daher 5 Blatt abgezählt und eingesetzt. Der CAMRY CR1033 antwortet direkt mit 72 dB Arbeitsgeräusch im Leerlauf.

Bei Papierkontakt steigt das Arbeitsgeräusch des 130 Watt-Motors sogar noch leicht auf 73 dB, wobei der Schall durch den Auffangbehälter kaum gedämpft wird. Nach sehr schnellen rund 4,5 Sekunden sind die 5 Blätter in Streifen geschnitten (1-2 Blatt nur 3,5 Sekunden). 

Laut Hersteller ist keine Sicherheitsstufe ausgewiesen, also messen wir nach: etwa 6-7mm breit – also eher Sicherheitsstufe P-2 (laut DIN 66399-2 Norm dürfen die Streifen 6mm breit sein) und nicht etwa P-1 (bis 12mm). Technisch wären also maximal 5 Blatt dauerhaft möglich, obwohl ein deutlicher Geräusch- und Verarbeitungsunterschied messbar ist. Die Geschwindigkeit nimmt bereits mit dem dritten Blatt deutlich ab und noch mehr bei 5 Blatt.

Dabei erwärmt sich der CAMRY CR1033 bereits spürbar nach wenigen 5-Blatt-Päckchen“. Wir haben gemessen und – diese Last hält der CR1033 auch die (versprochenen) 2 Minuten durch – das entspricht 145 Blättern. Nun folgt eine Abkühlpause von knapp 58 Minuten, bis man mit der Arbeit fortfahren kann. Möchte man diese Wartezeit minimieren, empfiehlt es sich nur 2 bis maximal 3 Blatt einzuwerfen.

Dann braucht der CAMRY CR1033 (bei nur 2-3 Blatt) nur 3,5 Sekunden für die Blätter und er erwärmt sich nicht so schnell. Mit konstant „3-Blatt-Päckchen“ sind es schon knapp 3,5 Minuten – also über 180 Blatt. Das wäre wohl die optimale Papiermenge für den CAMRY CR1033. Der Hersteller Adler Group empfiehlt die Tacker- und Büroklammern zu entfernen, aber wir haben sie am Papier gelassen und hatten keine Probleme. 

Papierstaus ließen sich regelmäßig provozieren, wenn wir 5 Blätter nicht ganz gerade in den schmalen Papierschlitz eingeworfen haben oder versucht haben 6 Blatt zu zerschneiden – was ja im Büroalltag gelegentlich passieren kann. Nachschieben oder Rückwärtslauf haben leider nur in 5 von 7 Fällen geholfen, denn die Blätter haben sich aufgefaltet und blockiert. Dann haben wir mit Geduld das Papier (Stecker raus!!!) erst mit einer Flachzange, dann mit der Pinzette herausgeholt. Nach rund 18 Minuten war der Schneidkopf wieder frei. Aufschrauben des CAMRY CR1033 würde den Garantieverlust bedeuten, wie bei fast allen elektrischen Geräten.

Wir können also festhalten, dass eine Menge von 3 Blätter gerade eingeworfen den längsten Dauerbetrieb ermöglicht. Dadurch konnten alle Papierstaus vermieden werden und ein Dauerleistung von knapp über 3,5 Minuten war möglich. Das entspricht einer Verarbeitungsmenge von rund 180 Blättern – was für ein Home-Office-Gerät doch ausreichen sollte. CD/DVDs/Karten haben ein eigenes Fach (mit eigenem Auffangbehälter) und werden (nur) halbiert – der Kreditkarten-Chip bleibt unbeschädigt – hier ist Nacharbeit nötig.

Im Auffangbehälter des CAMRY findet man als Ergebnis die knapp 30cm langen und 6mm breiten Streifen, die der Sicherheitsstufe P-2 nach DIN66399-2 entsprechen. Mit den Sicherheitsstufen möchte man festhalten, wie sicher (und endgültig) das Dokument zerstört wurde bzw. wie leicht sich das Schriftstück wieder zusammensetzten lässt. 

Im CR1033-Papierkorb bilden die langen Streifen schneller ein Papierstau, weil die Streifen nicht nach unten fallen können. Sie bleiben eher aufrecht und wirken wie Sprungfedern. Um das zu vermeiden – einfach ab und zu diese Streifen hinunterdrücken – für den Privatgebrauch (Home-Office) reicht das aber allemal aus.

Der CAMRY CR1033 ist ja sowieso nur für geringste Verarbeitungsmengen vorgesehen (10-20 Seiten pro Tag und/oder wenige CDs/Kreditkarten), das muss man beim Kauf berücksichtigen. Man sollte generell vom Dauereinsatz von 5 Blatt als „Normalbelastung“ ganz Abstand nehmen. Berücksichtigt man dies nicht, muss man auch nicht mit langen Pausen fürs Abkühlen rechnen.  

Was uns beim Testen geholfen hat: bei Papierstau sollte man nicht versuchen, die gestauten Blätter um jeden Preis durch das Gerät zu bekommen – ein langsamer Rückwärtslauf macht es einfacher die Blattreste zu entfernen. Geholfen hat uns auch eine dünne Pappe in den Einwurfschlitz zu drücken. Die Pappe ist dabei so starr, dass die verklemmten Papierschleifen durchgedrückt werden. Aber dies ist auch nur ein Tipp für den Notfall!!.

Technische Details

Was uns gut gefallen hat

(+) Preis – Leistungsverhältnis (ca. 30€) geht in Ordnung bei geringster Arbeitsbelastung
(+) klein und leicht (unter 2 kg)

(+) höchste ermittelte Verarbeitungsmenge bei 3 Blättern (reicht für privat- oder Home-Office)

(+) eigener CDs/DVD/Kreditkarten-Schneider mit eigenem Auffangbehälter

Was uns nicht gefallen hat

(-) sehr laut (Leerlauf 72 dB)

(-) Geringe Dauerlast-Zeit von maximal 2 Minuten (bei 5 Blatt), dann knapp 58 Minuten Pause

(-) keine Büro- oder Heftklammern

(-) Kreditkarte nicht vollständig zerstört (nur Magnetstreifen, Kreditkarten-Chip unversehrt)

(-) lieblose Anleitung mit einem Produktfoto – alles in Text-Form, keine Abbildungen

FazitCAMRY CR1033 Papier Karten Aktenvernichter schwarz test

Sensible Dokumente sollte man mit dem CAMRY CR1033überhaupt nicht verarbeiten (knapp Sicherheitsstufe P-2) – da er nur 7 mm-breite Papierstreifen produziert, kann man das Original-Dokument in kurzer Zeit wieder zusammensetzen. Natürlich kann man von dem 30€-CAMRY keine Funktions-„Wunder“ erwarten. Beschränkt man sich aber auf eine tägliche Papiermenge von rund 10-20 Blatt, kann der CAMRY CR1033 aber für das Home-Office völlig ausreichen.

Wir hatten gelegentlich (provozierte) Papierstaus, die relativ viel Zeit in Anspruch nahmen. Die Rückwärts-Taste hilft in den meisten Fällen, leider nicht immer. Unser Tipp: besser immer nur 3 Blatt auf einmal einwerfen, oder, wenn es mehr sein muss, das Papier auf keinen Fall verkanten. 

Für diesen kleinen Einsatzbereich – geringe Verarbeitungsleistung, keine sensiblen Informationen – ist der CAMRY CR1033 geeignet – zudem sollte man beim Einsatz des CR1033 nicht allzu lärmempfindlich sein.

Abschließend kann man sagen, wer nur geringe Anforderungen hat, für den ist der CAMRY CR1033 kein schlechter Kauf. Wer jedoch davon ausgeht, mit dem CR1033 auch ordnerweise Papiere entsorgen zu können, sollte sich eher im Preisbereich ab 100 Euro umschauen.

CAMRY CR1033 Papier Karten Aktenvernichter schwarz
26 €
Aktenvernichter Testcenter
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