Dahle 35080 Aktenvernichter Test

Dahle 35080 Aktenvernichter (80 Blatt, Autofeed Funktion: Automatischer Papiereinzug, P-4, Partikelschnitt, komm auf die sichere Seite – die DSGVO gilt) schwarz Test

Erster Eindruck/Funktionstest:

Dahle 35080 Aktenvernichter Test: Dahle liefert ein schlicht schwarz gehaltener Aktenvernichter der Sicherheitsklasse P-4, d.h. das Gerät produziert eine Partikelgröße von 4 x 10 mm sowie und kommt mit 4 praktischen Bodenrollen (davon zwei Feststellbremsen). Dadurch lässt er sich leicht umherfahren, und kommt zusammen mit einer vielsprachigen Anleitung (72 Seiten – 4 Seiten auf Deutsch, reichen aber auch aus).

Das Design fügt ich nahtlos in die „technische Landschaft“ eines kleinen oder mittleren Büros ein – das ist die Zielgruppe für das der Dahle 35080 entwickelt wurde. Die qualitative Anmutung des Dahle Shredmatic oder wie es seit neuestem heißt: Dahle Shredmatic 80 – ist besser und noch etwas edler als „auf den Bildern“. 

Das Dahle- Mittelgewicht (rd. 8 kg) kommt als unverpackter Karton, d.h. in dem Außenkarton ist zusätzlich noch ein kleinerer Karton (Maße rund: B 50 x H 33 x T 22 cm). Darin befindet sich der Dahle Shredmatic 35080, dessen Funktionen leider nur Standard sind, wie die Start-Stopp-Automatik durch eine Lichtschranke, Standby und eine automatische Rücklauffunktion, diese funktionieren aber zuverlässig. 

Die Bedienelemente sind ebenfalls nichts Aufregendes: mit 4 LEDs für Betriebszustand („Bereit“, „Überhitzung“, „Überlastung“=Papierstau und „Behälter voll“) sowie manuellem Ein/Aus und Vor-/Rücklauftasten, die wir nur bei wenigen Papierstaus benutzen mussten. Normalerweise schafft der Dahle 35080 den Papierstau von selber ab, indem der Schneidmotor automatische stoppt und selbständig zurückläuft. Hervorzuheben wäre zudem die elektronische Füllstandsanzeige „Behälter voll“ zu nennen, die zusätzlich zum Sichtfenster sehr frühzeitig „warnt“. 

Zur Inbetriebnahme den Stecker rein und jetzt noch den Hauptschalter einschalten, und der Dahle 35080 Shredmatic ist einsatzbereit, für den ersten Papierstapel – Heftklammern inklusive wie man in der Bedienungsanleitung sehen kann – aber keine CDs/DVDs. Der Clou den Dahle mit dem 35080 umgesetzt hat – es wurden wie z.B. bei Rexel Aktenvernichtern, eine ausklappbare, senkrechte Papierablage eingebaut, die bis zu 80 

Blatt Papier aufnimmt (80 gr./qm Qualität) und dann Blatt für Blatt abarbeitet. Alternativ kann man maximal 8 Blatt auf einmal direkt und manuell in den zweiten Schlitz einwerfen, wenn die Schublade leer ist. Die 80-Blatt-Papierablage zeigt sich, wenn man den Deckel ganz aufklappt. Dann noch die Halterung hochklappt, und das Ganze mit der Fixierklappe stützt – fertig. Das ist in der Praxis leichter durchzuführen, als man es hier beschreiben kann.   

So können Büros, die regelmäßig große Mengen Papier, d.h. Aktenordner voll täglich vernichten müssen alles schnell und fast „selbständig“ abarbeiten, denn die Ablage zieht sauber Blatt für Blatt eine und nach unter 5 Minuten sind 80 Blatt zerschnitten. Der Vorteil: der „Bediener“ muss nicht „ewig“ am Gerät stehen, um Papierpäckchen zu sortieren und die dann nach und nach vom Gerät zerschneiden zu lassen. Einfach die maximal 80 Blatt Ablage passend füllen und den Rest erledigt der Dahle 35080 dann Blatt für Blatt. Der Mitarbeiter kann wieder zu sein er eigentlichen Tätigkeit zurückkehren. Der 17 Liter große Auffangbehälter mit Sichtfenster, hat eine Schublade, d.h. man muss den Schneidkopf – wie bei preiswerten Geräten – nicht abheben um die Papierschnipsel zu entsorgen. Nebenbei bemerkt – in den Auffangbehälter passt knapp etwa ein halber Aktenordner hinein – mit etwas nachdrücken, bevor er wieder geleert werden muss. 

Schneidleistung:

Falls man die (von uns abgezählten) 80 Blatt in einem Durchgang von 4 Minuten 28 Sekunden alle schreddern lassen möchte, legt man den Stapel auf die senkrecht stehende Ablage  – der kräftige 440 Watt Motor zieht dann das Papier Blatt für Blatt ein und auch bei mehrfach geklammertem Papier (wer macht denn so etwas?) zieht der Motor so lange, bis die Blätter wieder getrennt bzw. auseinandergerissen sind. Der Dahle 35080 geht nach vollbrachter Arbeit selbständig und nach wenigen Sekunden selbständig auf Standby und wartet bis sich wieder etwas der Lichtschranke nähert um dann mit zunächst im Leerlauf mit 64 dB zu starten und bei Papierkontakt mit bis zu 68 dB zu arbeiten. Der 80 Blatt-Stapel ist in knapp 4:28 Minuten durch – das entspricht einer Geschwindigkeit von rund 5 Meter pro Minute, was schon sehr schnell ist (ein 8 Blatt-Päckchen knapp 4 Sekunden). Zusätzlich ist der Dahle 35080 erträglich in der Lautstärke von 68 dB, weil die Lautstärke des Schneidmotors durch die Klappen leicht gedämpft wird, d.h. die Schneidwalze liegt nicht direkt hinter dem Papiereinzug und ist somit deutlich leiser als bei anderen Geräten. Bei Dauerbelastung, also 8 Blatt-Päckchen, hält der manuelle Einzug 3 Minuten bis zum Hitzestopp. Das entspricht eine Verarbeitungsleistung von knapp 355 Seiten – die Automatik mit der Papierablage hält etwas mehr als 10 Minuten, bzw. 184 Blatt.  Besonders positiv finden wir, dass sich niemand um den Vorgang, oder das Gerät kümmern muss. Von seltenen Papierstau durch verkanten oder überladen abgesehen. 

Das Gerät hat nur eine „Schwäche“, wenn man mehr als 8 Blatt mit Briefklammern oder Tackernadeln gleichzeitig in den Schlitz einfüllt. Dann kommt es gelegentlich zum Papierstau. Der Dahle 35080 ist aber nicht für eine Dauerlast von 8 Blatt ausgelegt, daher kein Problem. Als hilfreich hat sich beim Test herausgestellt nur maximal 6 Blatt zu nehmen – so kann man bis zu 482 Seiten schaffen. 6 Seiten/Päckchen verzögert die gut 40 Minuten Abkühlphase, den der Dahle Shredmatic 80 braucht, wenn er mal zu heiß gelaufen ist,

Wenn wir Papier über die Schublade einfüllen, haben wir einen Papierstau nicht ohne Tricks geschafft – Papier in der Schublade kommt nur ins Stocken, wenn es gefaltetes Papier, oder oben und! unten festgetackert war. Solche (gemeinen) Ausnahmefälle kommen aber im normalen Bürobetrieb nicht vor. Kreditkarten zerschnippeln sind kein Problem, man sollte aber einen Behälter unterstellen um die Plastikschnipsel aufzufangen, damit diese sich nicht mit dem Papier mischen (CDs/DVDs sind laut Handbuch verboten). Einen extra Auffangbehälter für Plastikkarten gibt es daher (leider) auch nicht – wir haben beim Testen eine leere Brotdose unter der manuellen Einwurfschlitz gestellt. Problematisch war auch Spezialpapier, wie glänzende Werbe-Flyer oder ähnliches, diese können nicht in die Papierablage, sondern müssen direkt in den manuellen Schlitz. Es kommt bei diesen Medien gelegentlich dazu, dass das Papier nicht transportiert werden kann, weil zu glatt – alles andere – kein Problem.

Technische Details:

Dahle 35080 Aktenvernichter Test

Was uns gut gefallen hat:

(+) Gute ordentliche Verpackung.

(+) mehrsprachige, 72 seitiges Handbuch (2 Seiten in Deutsch) – die „Bildersammlung“ ist bei diesem Handbuch am Ende, statt wie „traditionell“ auf den ersten Seiten.

(+) gutes Konzept der Papierabarbeitung per „Einlegen und vergessen“.

(+) Gerät arbeitet leise (max. 68 dB), da der Schneidkopf nicht direkt am Einwurfschlitz liegt (man kann störungsfrei telefonieren).

(+) leicht beweglich durch Plastikrollen und passt locker unter jeden Schreibtisch.

(+) Papierpartikel fallen in eine Schublade und lassen auf diese Weise leicht ausleeren.

Was uns nicht gefallen hat (meckern auf hohem Niveau):

(-) zerkleinert nur Kreditkarten (keine CDs/DVDs) über die manuelle Zuführung; es gibt keinen Karten-Auffangbehälter.

 (-) die Schublade lädt sich innen statisch auf und man sieht den Papierstaub gut auf schwarzem Untergrund (angefeuchtetes Tuch hilft).

(-) die Gerätelaustärke entspricht einer „normalen Unterhaltung“ und man kann einfach weitertelefonieren, wenn auch nicht direkt neben dem Dahle 35080.

Fazit:

Das Gerät zeigt sich bei einer Dauerbelastung von 8 Blatt und einer Leistung von über 350 Blatt in 3 Minuten als völlig ausreichend für die Zielgruppe Homeoffice oder kleine Büros. 

Die Autofeedfunktion der Papierablage ist das Glanzstück des Dahle Aktenvernichters. Einziges Problem – die Papierschublade ist sehr schnell voll. Nutzt man die Autofeedfunktion, ist der Auffangbehälter nach dem letzten der 80 Blätter fast voll – natürlich nur laut Anzeige. Das liegt vor allem an der „Behälter voll“-Messung – diese misst den Papierpartikelberg an seiner höchsten Stelle. Schüttelt man die Schublade leicht, zerfällt der „Zuckerhut“ in eine Ebene und man hat wieder deutlich mehr Platz in der Schublade. 

Der Dahle 35080 ist für einen Privathaushalt oder ein kleines Büro völlig ausreichend. Die Lautstärke ist mit 68 dB aus unserer Sicht in Ordnung. Das der Dahle Shredmatic 80 nicht für CDs, DVDs geeignet ist, obwohl man das in manchen Beschreibungen so lesen kann, ist aus unserer Sicht nicht schlimm, da diese Art von Medien nicht sehr häufig in Büros vernichtet werden müssen. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Dahle Shredmatic 80 sowohl Öl- als auch wartungsfrei ist. Im Gegensatz dazu zeigen die meisten Aktenvernichter bereits frühzeitig „Symptome“ von Ölmangel, z.B. werden manche Geräte langsamer & lauter und/oder es entstehen quietschende Geräusche. 

Somit ist der Dahle 35080, bzw. der Shredmatic 80 aus unserer Sicht uneingeschränkt für Privathaushalte oder kleine Büros empfehlenswert.

 

 

8.3 Testergebnis
Sehr Gut!

overall
8.3
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