Dahle ShredMATIC 300 / Dahle 35314 Aktenvernichter Autofeed test

Dahle ShredMATIC 300 / Dahle 35314 Aktenvernichter Autofeed test

Dahle ShredMATIC 300 Aktenvernichter Autofeed (300 Blatt, P-4, Partikelschnitt, öl- und wartungsfrei, Automatischer Papiereinzug) lichtgrau / staubgrau test

Erster Eindruck/Funktionstest:

Dahle 35314 test : Dahle liefert hier einen schlicht weiß-grau gehaltener Aktenvernichter der Sicherheitsklasse P-4, d.h. das Gerät produziert eine Partikelgröße von 4 x 15 mm und ist mit vier praktischen Bodenrollen ausgestattet (davon zwei mit Feststellbremsen). Dadurch lässt er sich leicht bewegen, und kommt zusammen mit einer vielsprachigen Anleitung (72 Seiten – 4 Seiten auf Deutsch, reichen aber aufgrund der vielen Abbildungen aus). Das Design fügt ich nahtlos in die „Büro-Landschaft“ jedes Büros ein – die Zielgruppe des Dahle 35314 ist dabei jede Bürogröße – kein Wunder bei der Leistungsfähigkeit. Aber dazu kommen wir noch. 

Die qualitative Anmutung des Dahle Shredmatic 35314 oder wie es seit neuestem heißt: Dahle Shredmatic 300 – ist besser und noch etwas edler als „auf den Bildern“. 

Das Dahle- Schwergewicht (rd. 20 kg) kommt als umverpackter Karton, d.h. in dem Außenkarton ist zusätzlich noch ein kleinerer Karton (Maße rund 64 x 43 x 35 cm). Darin befindet sich der Dahle Shredmatic 300, bzw. 35314, dessen Funktionen wirklich keine Wünsche offenlassen – aber das testen wir gleich.

Die Bedienelemente sind ebenfalls übersichtlich: mit 5 LED-beleuchteten Symbolen für den Betriebszustand („Bereit“, „Überhitzung“, „Überlastung“=Papierstau und „Behälter voll“) sowie Tasten für manuellem Ein/Aus und Vor-/Rücklauftasten, die wir nur bei einem Papierstau benutzen mussten. Zusätzlich gibt es ein kleines Schloss, wenn man einen großen Papierstapel automatisch vernichten lässt, kann man das Gerät abschließen, damit niemand das Papier während des Vorgangs entnehmen kann. 

Normalerweise schafft es der Dahle 35314 den Papierstau selbst aufzulösen, indem der Schneidmotor automatische stoppt und selbständig zurückläuft. Das heißt, wenn es ggf. zu einem Stau kommt, stopp das Gerät kurz, legt den Rückwertgang und versucht es selbstständig nochmal. Erst wenn das auch nicht klappt, meldet sich das Gerät und man sieht anhand einer roten Anzeige, dass man den Einzug von Hand kontrollieren muss. 

Hervorzuheben wäre zudem die elektronische Füllstandsanzeige „Behälter voll“ zu nennen, die zusätzlich zum Sichtfenster (klares Plastik) frühzeitig „anschlägt“. Zur Inbetriebnahme einfach den Stecker einstecken und jetzt noch den Hauptschalter einschalten, und der Dahle 35314 ist einsatzbereit, für den ersten Papierstapel – Heftklammern inklusive. Kreditkarten, CDs/DVDs gehen extra, denn es gibt keinen Behälter für Plastik. Wir haben uns dadurch beholfen, dass wir eine leere Brotdose unter den Schlitz platziert hatten. Das Schnittgut ist durch die Sicherheitsstufe P-4 so klein, dass man es bedenkenlos als Polstermaterial für Pakete benutzen kann, denn es ist absolut nichts von der Schrift bzw. dem Inhalt der Dokumente zu erkennen.

Das Besondere am Dahle 35314 ist die automatische Papiervernichtung bis zu 300 Blatt in 80 g./qm Qualität. Es gibt wie z.B. bei Rexel Aktenvernichtern, eine ausklappbare, waagerechte Papierablage, die bis zu 300 Blatt aufnimmt und dann Blatt für Blatt abarbeitet. Alternativ kann man maximal 14 Blatt auf einmal manuell und direkt in den Papierschlitz stecken, wenn die Schublade leer ist – diese Menge senkt die Verarbeitungsgeschwindigkeit schon deutlich ab, aber es geht noch flüssig weiter. Ein Parallelbetrieb, d.h. es wird ein Stapel automatisch abgearbeitet und dann kommt noch jemand vorbei und möchte manuell noch Papier einlegen, ist nicht vorgesehen. Die 300-Blatt-Papierablage zeigt sich, wenn man den Deckel ganz aufklappt. Das ist in der Praxis sehr leichtgängig ausgeführt (nichts hakelt) – so machen sogar „Ausmistaktionen“ von mehreren Ordnern Spaß, mehr als man es hier beschreiben kann.   

So können Büros, die regelmäßig große Mengen Papier, d.h. Aktenordner täglich vernichten müssen alles schnell und teilautomatisch abarbeiten, denn die Ablage zieht schnell und sauber die Blätter durch. Der besondere Vorteil der Automatik ist, dass der „Bediener“ nicht „ewig“ am Gerät stehen muss, um kleine Papierpäckchen abzusortieren und diese dann nach und nach zerschneiden zu lassen. Man füllt einfach die (maximal) 300 Blatt Ablage passend auf und den Rest erledigt der Dahle 35314 automatisch. Der Mitarbeiter kann dann zu seiner Arbeit zurückkehren. Der 40 Liter große Auffangbehälter mit Sichtfenster, ist als Schublade gearbeitet, d.h. man muss den Schneidkopf – wie bei preiswerten Geräten – nicht abheben. In den Auffangbehälter passen rund 1200 Blatt – das entspricht rund 2 prallgefüllten Aktenordnern. Rein technisch braucht der Dahle 35314 keine Pause. Daher hat der Hersteller auch keine „Abkühlpausen“ für dieses Gerät irgendwo dokumentiert. Wir konnten das Gerät aber überlisten, indem wir einfach keine Pause bei der Meldung „Behälter voll“ gemacht haben, sondern wir haben den Behälter schnell in einen vorbereiteten 120 Liter Müllbeutel umgefüllt. Dadurch hatte der Dahle Shredmatic 300 keine Chance auf die 3-5 Minuten-Pause, die man bei einer solchen Leerung schon mal macht. Nach ca. 1,5 Stunden Dauerbetrieb – ist dem Gerät dann doch zu warm geworden – dafür ist er die ganze Zeit aber auch durchgelaufen ohne zu murren und nach einer aus unserer Sicht akzeptablen 10 Minuten-Pause ging es dann ohne Pause weiter. 

Technische Details:

Schneidleistung:

Falls man die (von uns abgezählten) 12-14 Blatt (80g/qm Papierqualität) in einem Durchgang schreddern lassen möchte, hält man den Stapel einfach vor den Schlitz und der kräftige 650 Watt Motor zieht dann das Papier auf einmal ein und das auch bei geklammertem Papier. Der Dahle 35314 geht nach vollbrachter Arbeit selbständig und nach wenigen Sekunden auf Standby – nach 30 Minuten Inaktivität schaltet das Gerät sich ganz ab. Das heißt der Dahle Shredmatic 300 muss dann wieder eingeschaltet werden und startet dann nicht, wenn sich etwas der Lichtschranke nähert. Im Leerlauf läuft er mit 58 dB an und bei Papierkontakt geht es mit bis 60 dB kaum hörbar weiter. Man kann also neben dem Gerät stehen und telefonieren, ohne dass das dem Gesprächspartner auffällt. Das leise Arbeitsgeräusch liegt in erster Linie am 650 Watt starken (und langsam drehenden) Motor und zusätzlich an der Tatsache, dass die Schneidmesser „tief unten“ im Gerät angeordnet sind und nicht direkt unter der Geräte-Oberfläche. Preiswertere Geräte arbeiten mit schwächeren Motoren und müssen dann über eine höhere Drehzahl den Nachteil ausgleichen um noch ausreichend Papier zerkleinern zu können. Der 300 Blatt-Stapel ist in knapp 8:48 Minuten durch – das entspricht einer Geschwindigkeit von rund 2,5 Meter pro Minute, was schon sehr schnell ist (ein 10 Blatt-Päckchen über den Einwurfschlitz in knapp 4 Sekunden). Zusätzlich ist der Dahle Shredmatic 300 erträglich in der Lautstärke von 58-60 dB, weil die Lautstärke des Schneidmotors durch die Klappe gedämpft wird, d.h. die Schneidwalze liegt nicht direkt hinter dem Papiereinzug und ist somit deutlich leiser als bei anderen Geräten. Besonders positiv finden wir, dass sich niemand um den Vorgang, oder das Gerät kümmern muss – weder bei der Papiervernichtung noch um die Wartung. 

Wir haben insgesamt 6 volle Aktenordner geschreddert und hatten einen! Papierstau durch absichtlich verkantetes Papier geschafft. Auch zu viele Klammern können ein Problem(chen) werden. Wenn zu viele Blätter geknickt sind und dann in den automatischen Einzug kommen. Wenn es dann zu einem Stau kommt, stoppt das Gerät kurz, legt den Rückwärtsgang ein und versucht es selbstständig nochmal. Erst wenn das dann auch nicht klappt, meldet sich das Gerät (rotes Symbol in der Anzeige) und man sieht sofort, dass man den Einzug von Hand kontrollieren muss.

Das Gerät kontrolliert die Papiermenge am Einwurfschlitz sehr genau und bei mehr als 14 Blatt verweigert er regelmäßig die Mitarbeit. Der Dahle Shredmatic 300 ist zwar für solche Dauerlasten ausgelegt, wird aber dann spürbar langsamer. Bleibt man bei einer Menge von 10-12 Blättern gleichzeitig sinkt die Verarbeitungsgeschwindigkeit nicht mehr so stark ab. 

Im Test haben wir Papier über die Automatik-Schublade eingefüllt, und haben einen Papierstau nicht ohne Tricks geschafft – Papier in der Schublade kommt nur ins Stocken, wenn es gefaltetes Papier, oder oben und! unten festgetackert war. Solche (gemeinen) Ausnahmefälle kommen aber im normalen Bürobetrieb nicht vor. 

Kreditkarten oder CDs/DVDs zerschnippeln sind kein Problem, man sollte aber einen Behälter unterstellen um die Plastikschnipsel aufzufangen, damit diese sich nicht mit dem Papier mischen. Einen extra Auffangbehälter für Plastik gibt es (leider) nicht – wir haben beim Testen eine leere Brotdose unter den Einwurfschlitz gestellt. Problematisch war auch Spezialpapier, wie glänzende Werbe-Flyer oder ähnliches, diese gehören nicht in die Papierautomatik, sondern müssen direkt in den manuellen Schlitz. Es kommt nämlich bei diesen Medien gelegentlich dazu, dass das Papier nicht transportiert werden kann, weil zu glatt – alles andere – kein Problem 

Was uns gut gefallen hat:

(+) Gute, ordentliche Verpackung 

(+) 104seitiges Handbuch mit 28 Sprachen (3 Seiten auf Deutsch) – alles Wichtige ab S.88

(+) sehr gutes Konzept der Papierabarbeitung per „Einlegen und vergessen“

(+) Gerät arbeitet leise (max. 62 dB), da der Motor nicht direkt unter dem Einwurfschlitz liegt (man kann störungsfrei telefonieren)

(+) leicht beweglich durch Plastikrollen und passt locker unter jeden Schreibtisch

(+) Papierpartikel fallen in eine Schublade und lassen auf diese Weise leicht ausleeren

Was uns nicht gefallen hat (meckern auf hohem Niveau):

(-) zerkleinert Kreditkarten, CDs/DVDs über die manuelle Zuführung; kein Auffangbehälter

(-) schmale Kontoauszüge lassen sich nur über den manuellen Schlitz zerschneiden, oder man packt sie zwischen normale DINA4 Blätter um den Automatikmodus nutzen zu können

(-) Der „Behälter-Voll“-Sensor spricht zu spät an, um den Behälter ohne „Konfetti-Party“ aus dem Gerät nehmen zu können. Wenn man vorher am Behälter rüttelt und dadurch der Schnipselberg etwas in sich zusammenfallen lässt, geht das aber wieder sauber.

Fazit:

Das Gerät zeigt sich auch bei Dauerbelastung von 14 Blatt „Standfest“ und mit seiner Leistung über alle Anforderung – auch des stressigen Büroalltags – jederzeit erhaben. Kleine Papiermenge als auch ganze Aktenordner lassen sich ohne Probleme „abarbeiten“ – völlig ausreichend für alle Büro-Zielgruppen – sei es Homeoffice oder kleine/mittlere Büros. 

Die Autofeedfunktion der Papierablage ist das Glanzstück des Dahle 35314 Aktenvernichters. Einziges Problem – der Auffangbehälter wird schnell als voll angezeigt. Das liegt vor allem an der „Behälter voll“-Messung – diese misst den Papierpartikelberg an seiner höchsten Stelle. Schüttelt man die Schublade leicht, zerfällt der „Papier-Zuckerhut“ und man kann weiterarbeiten und hat wieder Platz im Behälter. 

Der Dahle 35314 ist für alle Büros völlig ausreichend. Die Lautstärke ist mit 62 dB aus unserer Sicht völlig in Ordnung und geht im „normalen Bürolärm“ vollständig unter. Das der Dahle Shredmatic 300 keinen extra Auffangbehälter für Kreditkarten, oder CDs, DVDs hat läßt sich leicht verschmerzen, da diese Art von Medien nicht sehr häufig in Büros vernichtet werden müssen. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Dahle Shredmatic 300 sowohl Öl- als auch wartungsfrei ist. Im Gegensatz dazu zeigen die meisten Aktenvernichter bereits frühzeitig „Symptome“ von Öl-Mangel, z.B. werden die meisten Geräte langsamer & lauter und/oder es entstehen quietschende Geräusche. Die „Wartungsarbeiten“ beschränken sich darauf ab und zu mit einem Pinsel die Sensoren vom Papierstaub zu befreien, damit eingelegtes Papier zuverlässig erkannt wird. 

Somit ist der Dahle 35314, bzw. der Shredmatic 300 aus unserer Sicht uneingeschränkt für Privathaushalte oder kleine Büros empfehlenswert. 

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8.4 Testergebnis
Gut!

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8.4
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