Fellowes Powershred 73Ci Partikelschnitt Aktenvernichter test

Fellowes Powershred 73Ci Partikelschnitt Aktenvernichter test

Der erste Eindruck:

Der Fellowes Powershred 73Ci wirkt auf den ersten Blick sehr hochwertig und paßt optisch gut in ein Büro. Zielgruppe sind die kleine Arbeitsgruppe, z.B. in einem Büro/Heimarbeitsplatz mit einer maximalen Schnittleistung von 12 Blatt gleichzeitig bei einem Dauerbetrieb von maximal 10 Minuten.

Der Fellowes Powershred 73Ci besitzt einen „100%-Anti-Stau-System“ – dazu später mehr, und einen großen Papierauffangkorb, passend zur Gerätegröße (23L). Mit 54 cm Höhe und knapp über 8Kg Gewicht ist der Fellowes 73ci auch nicht mehr klein – paßt aber noch unter jeden Schreibtisch

Erfreulich praktisch sind die 4 mitgelieferten Bodenrollen, die am Fellowes 73Ci montiert sind – nun ist das Gerät auch mobil – leider kann das Gerät nun kaum bedient werden, ohne dass der Fellowes wegrollt. Mit anderen Worten : man hat auf eine Arretierung verzichtet. Man könnte daher auch die Rollen in der Verpackung lassen.

Weitere Zusatzleistung:

3 Plastiktüten, die Papierschnipsel und den Papierstaub im Auffangkorb festhalten. Die Tüten sollen nicht in den Behälter, sondern sorgen beim Entleeren für weniger Staub.

TIPP:

Die Tüten mehrfach verwenden und einfach den Beutel beim Ausleeren der Papierschnipsel festhalten, wenn man den Inhalt in die Papiertonne kippt.

Der 23 Liter-Behälter wird nach vorn entnommen, die Schneideinheit verbleibt im Gerät – wie bei den meisten Geräten in dieser Leistungsklasse üblich.

Aufbau und Inbetriebnahme:

Nach dem Anschluss und Einführen des Papiers ist festzustellen dass der Motor auch ohne „Silent Shred“, kräftig, sehr leise ,sprich angenehm im Geräuschpegel ist – man könnte notfalls den Schredder auch betreiben, wenn in der Nähe telefoniert wird, denn der Geräuschpegel ist unter Gesprächslautstärke (das ist in der Regel rund 55 dB laut). Dass das Gerät als „Silent Shred“ beschrieben wird (eine Eigenschaft zur Reduzierung der Motorgeräusche), entspricht nicht der Herstellerbeschreibung. Das dürfte aber niemandem auffallen, außer man betreibt Gerät mit und ohne „Silent Shred“ direkt nebeneinander (z.B. den Fellowes 79ci neben dem 73ci). Der Fellowes 73ci ist mit rd. 62 dB immer noch leiser als das größere Fellowes 79Ci (diese hat von Hause aus „Silent Shred“, aber auch einen stärkeren Motor, wodurch der Lautstärke-Vorteil fast wieder aufgehoben wird .Ein weiteres Sicherheits-Feature ist das „Save-Sense System. Dabei handelt es sich um ein sehr gut (weil empfindlich) funktionierende Sicherheitssystem, das erkennt, wenn Sie (oder Ihr Kind) in die Nähe des Schneidwerks kommen – das Gerät schaltet dann schnell und zuverlässig ab,

Das Gerät verarbeitet bis zu 12 Seiten Papier (70 g/m²) gleichzeitig, was für privat und auch kleinere gewerbliche Büros normalerweise vollkommen ausreicht. Dabei ist Partikelgröße nur rd. 4×38 mm – d.h. aus einem DIN A4 Blatt werden rd. 400 Schnipsel hergestellt, wobei man kaum einzelne Worte erkennen kann.

Auch „frisst“ er Büro- und Heftklammern mühelos.

Kommen wir zu dem üblichen Problem der Büroschredder – man kann CDs/DVDs und Kreditkarten vernichten, nur fehlt dafür ein separater Auffangbehälter. Als Notlösung hat sich bei uns durchgesetzt :

TIPP: Ist bereits ausreichend Papier im Auffangbehälter stellt man etwas in der größe einer Müslischale unter das Schneidwerk. Ist der Shredder entleert geht es natürlich auch so – halt einfach.

Fellowes versicherte uns gegenüber aber, dass der Inhalt auch ohne feinsäuberliche Trennung ins Papier-Recycling darf – die modernen Recycling-Anlage wären in der Lage das herauszusieben.

Besonders hervorzuheben ist das „100 % Anti-Stau System“. Zur Funktion: der Sensor misst die Menge an Papier und wenn zuviel Papier kommt, blockiert die Motoreinheit. Durch 5 LEDs (2 x grün 2 x gelb 1 x rot) kann man jederzeit sehen, wie stark der Motor arbeiten muss. Nichts desto trotz schafft er eben die 12 angegebenen 70 g/m² Blätter. Da das Papier in manchen Büros dicker ist (z.B. Notare & Ärzte), muss man entsprechend die Papieranzahl etwas reduzieren.

Beispiel : Der Fellowes 73ci stellt fest das der Papierstapel nicht zu dick ist, dann wird er auch vernichtet! Stellt das Gerät aber während der Verarbeitung fest, dass doch zuviel Papier eingeschoben wurde, leuchten alle 5 staufrei-LEDs auf (die rote Lampe signalisiert also dass das Gerät an der Grenze angekommen ist), das Gerät stockt kurz, wie die meisten anderen Geräte, fährt dann das Papier kurz etwas zurück und schaltet dann den Turbo ein – gibt dem Papierstapel somit einen kräftigen Ruck und vernichtet es trotzdem.Fellowes Powershred 73Ci

Technische Besonderheiten:

Der Fellowes 73ci kommt „von Hause“ aus mit einem „Energiesparsystem“, das zu besonders niedrigen Stromverbrauchswerten führt. Wir haben nachgemessen und kamen auf nicht mehr zeitgemäße Verbrauchswerte (von bis zu 70 % Ersparnis, spricht der Hersteller ) – Papierschredder stehen i.d.R. Über 23h pro Tag herum (wie Autos auch) hierbei sollte man doch erwarten, dass die Stromverbräuche minmal sind – aber:

1 : Standby-Verbrauch von rund 1,4 Watt / viele andere Schredder brauchen nur 0,2 oder 0,3 Watt.

2 : Der Hersteller wirbt nun damit, dass das Energiesparsystem nach 2 Minuten in den Schlafmodus setzt! Eigentlich sind es 3 Minuten – aktivierte sich der Schlafmodus. – der Stromverbrauch sank aber nur auf 0,9 Watt!- Standard bei anderen Geräten in dieser Geräteklasse brauchen nur 0,1 Watt

Zusätzlich verpasst der Fellowes 73ci im : „Schlafmodus“ das Einführen von Papier! – d.h.: die Sensoren sind im Schlafmodus inaktiv! Also erst die Power-Taste drücken um das Gerät wieder aufzuwecken.

Im mitgelieferten & im Online-Hersteller-Handbuch falsch beschrieben, steht, man könne den Schlafmodus durch Einschalten mittels Powertaste oder Einführen von Papier beenden.

Lustigerweise sind Teile der deutschen Anleitung teilweise auf französisch!: So werden manche Signallampen französich erklärt und zu einer der Kontrolleuchten wird auch generell der falsche Text abgedruckt.Fellowes Powershred 73Ci

Funktionsdetails / Was uns sonst aufgefallen ist:

Der Fellowes 73Ci hat zusätzlich zum Touch-Powerschalter auch noch einen mechanischen Netzschalter, damit das Gerät dann physikalisch vom Strom getrennt wird. Man muss also vor dem Vernichten zuerst den Netzschalter ein, danach die Powertaste drücken und erst danach letztendlich Papier einlegen.

Man erkennt leider auch nicht, ob der Netzschalter ein- oder ausgeschaltet ist, da im Schlafmodus keine der Kontrolleuchte eingeschaltet ist. Bei uns kam es also auch häufiger vor, dass das Gerät auch über Nacht eingeschaltet „am Strom hing“.

Ein Anruf beim Fellowes-Service ergab : lässt man das Gerät selbständig in den Schlafmodus fallen, wird man nämlich mit aktiv bleibenden Sensoren belohnt! – Das heisst : nimmt man den höheren Stromverbrauch von 0,9 Watt in Kauf, so kann man stets schreddern, ohne das Gerät manuell wieder einschalten muß.

Obligatorisch, ist es das Schneidwerk regelmäßig zu ölen. Regelmäßig heißt am besten nach jedem Ausleeren des Behälters! Leider ist im Lieferumfang nur ein kleines „Probe“fläschchen“ enthalten. Man könnte aufgrund unsrer Erfahrungen sagen – je höherwertiger das Schneidwerk = höhere Vernichtungsleistung, um so regelmäßiger braucht man Öl um die Leistungsfähigkeit des Schredders zu erhalten. So kann es sein, dass ein „Feld-und-Wiesen“-Shredder mit Schneidleistung von 3 Seiten gleichzeitig nie wirklich Öl braucht, während höherwertiges Schredder schon nach kurzer Zeit ein lauteres Betriebsgeräusch verursachen, bzw in 1-2 Jahren bereits den Dienst einstellt.

Fellowes Powershred 73Ci

Fellowes Powershred 73Ci test

Haben Sie den Schredder mal wieder bis zur Belastungsgrenze genutzt?

– Die Überhitzungslampe brennt nach 10 Minuten Dauerbetrieb – danach sind getestete 18- 20 Minuten Abkühlphase nötig. Die empfohlene Höchstmenge von 300 Blatt soll pro Tag nicht überschritten werden sollte -: interessant, weil 300 Blatt bereits nach rund 3 Minuten „Dauerlauf“ abgearbeitet ist. Auf Nachfrage bei Fellowes ergab: der Hersteller möchte verhindern, dass man ständig das Maximum des Gerätes bis auf Äußerste ausreizt. Oder anders formuliert – der Nutzer sollte erst gar nicht bis zur „Überhitzungs“schmerzgrenze arbeiten. Aus unserer Sicht wird hier der „Aspekt der Materialschonung“ zu stark übergewichtet oder „böse ausgedrückt“ – der Hersteller versucht sich mit solchen Anweisungen aus der Verantwortung zu stehlen.

Fazit:

Wir können sagen, dass der Fellowes Powershred 73Ci ein formschönes, rundum fähiges Gerät ist, mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Abgesehen von – aus unserer Sicht – Kleinigkeiten ist das Gerät in vollen Umfang empfehlenswert für die Zielgruppe der kleinen Arbeitsgruppe (ca. 3 Personen). Hier fallen in der Regel deutlich weniger Papier an, als der Fellowes 73ci abarbeiten kann. Der kleine Makel bezüglich Standby-Stromverbrauch, wenig Pflege-Öl und den inaktiven Sensoren lässt ich aus unserer Sicht leicht verschmerzen.

button

Fellowes Powershred 73Ci video test

 

9 Testergebnis
Ausgezeichnet!

Insgesamt
9
Nutzerwertung: 5 (2 votes)
error: Inhalt ist geschützt !!